Katharina Frölich

Katahrina Frölich_Foto: Julian Weigandt
Foto: Julian Weigandt
Katharina Frölich (geboren 1998) lebt seit 2016 in Bochum, studiert den Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum und arbeitet als Künstlerin in den Bereichen Performance und Dokumentarfilm. In ihrer künstlerischen Praxis setzt sie sich mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinander und verfolgt dabei oft einen dokumentarischen Ansatz. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch kollektive Prozesse und eine interdisziplinäre Herangehensweise aus. Zuvor studierte sie Theater- und Medienwissenschaften an der Ruhr Universität Bochum. Außerdem ist sie Teil von zfz zwanzigfuenfzehn e.V., einer Initiative zur Förderung des künstlerischen Nachwuchs in Bochum. 
 
Instagram: @katharina.froelich
 

Projekte

KUNST & KLATSCH 
Regelmäßig stattfindendes Community-Format (2026)
Kunst & Klatsch ist ein Community-Format am PRT Bochum. Kunst aus der Szenischen Forschung trifft auf Klatsch – Workshops, Partys oder dem gemeinsamen Bau eines Komposts. Dadurch entsteht ein Rahmen für das gemeinsame Erleben von Theater, Installationen, Performances, Filmen und vielem mehr von Studierenden und Künstler:innen der Szenischen Forschung. 
Das Format will Kunst, Austausch und gemeinsames Erleben miteinander verbinden. Es lädt ein, Kunst nicht nur anzuschauen, sondern das PRT aktiv mitzugestalten. 
Das Kunst & Klatsch Kollektiv besteht aus Katharina Frölich, Johanna Sowka und Lisa Schäfer und ist entstanden aus einer Kooperation des Masterstudiengangs Szenische Forschung und des PRT Bochum. Gefördert vom LWL und der Stadt Bochum.
 
CATCH ART IF YOU CAN 
Ein interaktives Performance Spiel (2025)
Bei Catch Art if You Can! wird das Publikum selbst aktiv. Die Besucherinnen schlüpfen in die Rolle von Kunstdiebi*innen und bewegen sich frei durch eine fiktive Kunstausstellung, die zum Spielfeld wird. Ziel ist es, Kunstwerke zu stehlen, ihren Wert zu bestimmen und sie unbemerkt ins Hauptquartier zu bringen, ohne vom Museumswärter erwischt zu werden.
Dabei geht es nicht nur um Geschick und Strategie, sondern auch um Fragen: Was macht Kunst wertvoll? Wer bestimmt ihren Preis? Und wie weit darf man gehen, um sie zu besitzen? So entsteht eine Erfahrung, die gleichermaßen performativ, sozial und kritisch ist, ein Spiel, das Spaß macht und zugleich den Blick auf Kunst, Wert und Handlungsspielräume herausfordert.
Bequeme Kleidung wird empfohlen und ein bisschen Mut, sich erwischen zu lassen.
Diese Arbeit ist mit Studierenden und im Rahmen des Masterstudiengangs Szenischen Forschung entstanden.
 
FUTURE NOISE
Chorische Performance (2025)
Wie können wir uns die Welt neu vorstellen? Wie können wir die Werkzeuge des Refrains für die Zukunft nutzen? Wie können wir eine Vielfalt von Individuen oder widersprüchlichen Gemeinschaften zu einer gemeinsamen Stimme / einem gemeinsamen Körper vereinen? 
Diese Arbeit ist mit Marta Gornicka als Szenisches Projekt im Masterstudiengang Szenischen Forschung entstanden.
Die international gefeierte polnische Regisseurin Marta Górnicka ist gegenwärtig Christoph-Schlingensief-Gastprofessorin am Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. In den vergangenen Monaten hat sie Studierende des Masterstudiengangs Szenische Forschung mit dem CHORUS als Ort für neue Formen der Solidarität vertraut gemacht. Im Rahmen einer Reihe von Workshop-Blöcken ist eine performative Skizze entstanden, die sich mit Fragen der Zukunft beschäftigt und Lärm als Klang der politischen Realität von heute versteht. 
 
ARCADE INVADERS
Spielerische Performance im öffentlichen Raum (2025)
Zusammen mit dem Medien- und Performancekollektiv LIGNA haben Studierende der Szenischen Forschung ein interaktives Arcade-Game entwickelt. Als Agent*innen spielt sich das Publikum durch unterschiedliche Zeitlichkeiten von Konsum und Kaufrausch. In verschiedenen Spielmodi müssen ungewöhnliche Orte erkundet und spannende Aufgaben bewältigt werden.
Dieses Projekt ist im Rahmen des Seminars „das Theater ist auf der Straße“ mit dem Künstlerkollektiv LIGNA im Masterstudiengang Szenischen Forschung entstanden.
 
ONKEL RUDI
Dokumentarfilm (2024)
In diesem Film erforscht Katharina Frölich ihre persönliche Familiengeschichte in der NS-Zeit. In Aushandlung mit ihren beiden Onkeln und ihrer Mutter hinterfragt sie die eigene Familienerzählung und beschäftigt sich mit der Frage, wie über Vorfahren gesprochen wird, die schwere Verbrechen begangen haben, wer welche Geschichten erzählt und warum wir uns an unterschiedliche Dinge erinnern. 
Das Projekt ist im Rahmen des Mentoringprogramms des Filmhaus Köln entstanden und wurde gefördert durch die Stadt Köln und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. 
 
POINT OF NO RETURN 
Kollektive Performance (2023)
Die Performance setzt sich mit den Auswirkungen von Digitalität auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, auf Kriegsführung und Gender auseinander. Der „Glitch“ wird als potenzieller Ausbruch aus dem Zustand der Überforderung mitgedacht. Die Arbeit zeichnet sich durch ihren kollektiven Entstehungsprozess aus. Die zehnköpfige europefiction Gruppe Bochum hat alle inszenatorischen Fragen gemeinsam getroffen. 
Von europefiction Bochum im Rahmen des europäischen Kunst- und Theaterfestivals europefiction unter dem Motto „Digitalität“. Aufgeführt im Kinder- und Jugendtheater Dortmund und im Theaterrevier des Jungen Schauspielhaus Bochum, gefördert durch das NRW Kultursekretariat, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, den Regionalverband Ruhr und die Stiftung Mercator. 

 

BÄM BÄM BÄM
Durational Performance (2021)
Die durational Performance „BÄM BÄM BÄM“ setzt sich mit den Bedingungen und der (Un-) Sichtbarkeit von Produktions-Arbeit sowie ihrer übermedialisierten Vermarktung in Zeiten des Spätkapitalismus auseinander. Emsig einer sinnlosen Tätigkeit nachgehend, sind die beiden Performer:innen zwischen trashig-bunt blinkenden Projektionen acht Stunden lang lautem Techno-Geballer und kreischender Werbung ausgesetzt. Dieser Selbstversuch folgt unseren medialen Sehgewohnheiten und stellt sie dabei doch aus. Geben sich die Zuschauenden im Anblick der Arbeit dem Rausch hin? 
In kollektiver Arbeit mit Joyce Thumb, im Rahmen der Bobiennale to go.

 

REFUGIEN 
Dokumentarfilm (2021)
In Auseinandersetzung mit der Geschichte des Hochbunker 11 in der ehemaligen Arbeitersiedlung Bochum Stahlhausen stellt sich die Frage: Was bedeutet Schutz für die heutigen Bewohner:innen Stahlhausens? Wann haben sie Schutzlosigkeit erlebt? Und was sind ihre Schutzorte? Der Dokumentarfilm porträtiert fünf Stahlhausener:innen, begleitet sie in ihre Refugien und lässt sie erzählen. 
In Co-Regie mit Elena Ubrig, in Kooperation mit zfz, dem Kunstkiez Bärendorf, dem Kunstbunker Bochum und echterhoff.ruhr, im Rahmen der Ausstellung „Innenraum – Außenraum – Zwischenraum“ von Uta Hoffmann Gefördert von ecce, dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt

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